
Eine kleine Geschichte der Plastischen Chirurgie
Ihren Anfang findet die Plastische Chirurgie in Indien. In der Ayurweda (Indien zwischen 1200-700 v. Chr.), einem Lehrbuch über schwere chirurgische Operationen, taucht erstmals der Begriff der "Rhinoplastik" (Nasenoperation) auf. Die so genannte "Indische Methode" beschreibt ein Operationsverfahren, in dem ein Stirnlappen mit einem blutversorgenden Gefäßstiel aus dem Nasen-Augenwinkel zu einer neuen Nase geformt wird. Damals waren die Nasenamputationen eine der gesetzlichen Strafen für Verbrecher, Ehebrecherinnen und Kriegsgefangene. Für Rehabilitierte bedeutete die Wiederherstellung der Nase gleichfalls auch die Wiederherstellung ihrer gesellschaftlichen Reputation.
Auch in China, Ägypten und dessen Erben Byzanz, Griechenland und auch im römischen Kaiserreich bediente man sich lange vor der Renaissance therapeutischer Methoden zur Rekonstruktion verletzter Körperteile. Bereits um 1350 v. Chr. waren es ägyptische Chirurgen, die die wiederherstellende Gesichts-Chirurgie entwickelten und anwandten. So hat man an Mumien, die aus dieser Zeit datieren, wieder angeheftete Ohren entdeckt.